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Missbraucht in Therapie bei einer dissoziativen Identitätsstörung |
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Lieb,bequem und anhänglich |
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Die Therapiestunden mit Herrn A.verliefen zu den Anfängen noch sortiert.
Da gab es z.B.in den ersten 10 Wochen feste Termine in der ev.Kirche in den Räumen.
Die Innenkinder konnten malen,wir Erwachsenen hatten das Gefühl verstanden zu werden ,gesehen und gehört zu werden,man konnte noch nicht erahnen,was sich später entwickeln sollte.
Seit Januar 2006 kam es dann aber wiederholt dazu,das Herr A.seinen Hund mitbrachte,der während der Therapiestunden Gassi gehen mußte,weil er das so mit seiner Lebensgefährtin vereinbart hätte.
Uns wurde dann suggestiert,Euch tuen Spaziergänge ja auch gut,das mag sein,jedoch wenn wir die ganze Nacht im Nachtdienst tätig sind,ist es uns eher nach Ruhe.
Es wurde alles zu einer Selbstverständlichkeit.Kurze Zeit später wurden die Therapiezeiten nach MC Donalds verlegt,dort konnte man rauchen und Milchkaffee trinken.
Oft weinten wir bei den Therapiegesprächen und das alles in der Öffentlichkeit.
Vielen von uns war diese Art der Therapie völlig fremd und wir verloren jede Kontrolle über das Geschehen,und viele spürten schon,Herr A.war auch nicht mehr der verantwortliche Therapeut.
Wir handelten nicht mehr nach eigenem Ermessen,sondern waren Bequem ,artig und anhänglich,was unserBetreuer schnellstens herausbekam,es gab wenig Widerstand,war er doch mal da,redete er alles schön,so dass wir wieder artig wurden.
Ich dachte zu diesem Zeitpunkt,Christina die alte Angst aus der Kindheit kriecht wieder hoch,Angst,die sich heute auf mein ganzes Leben ausdehnt,auf alles was ich tue.Die mich lahmlegt.Ständig zitterten meine Knie,ich hatte keinen Halt mehr.
Und ich dachte,wie sollen wir aus diesem Schlamassel wieder raus finden?
Zunehmend wurden die Probleme von Herrn A.zu unseren Problemen.
Ein Glück war,das wir Arbeitsmäßig so routiniert waren,das wir wie ein Automat funktionierten,auch wenn wir halb bewußtlos waren.Aber es war zumindest unsere Ressource.
All die vergangenen Therapieziele die einmal besprochen waren,gingen immer mehr verloren.
Da wurde Herrn A.gesagt,wir müssen weniger arbeiten,dazu kamen wir später aber gar nicht mehr,im Gegenteil,seine Wünsche wurden ja immer größer und er nahm und nahm,ohne über irgendetwas noch nachzudenken.
Nach diesen Stunden dachten wir oft,ach würden wir doch auf der Stelle tot umfallen.Blinde Panik überkam uns immer öfter.
Wenn er zu uns nach Hause kam,für angebliche Therapiestunden verbrachte er zuersteinmal am Schreibtisch unserer Host und führte zahlreiche Telefonate von unserem Telefon wegen seiner Arbeit bei der Kinder und Jugendhilfe.
Und viele von uns waren damit beschäftigt Herrn A.alles recht zu machen.
So bekam er auf den Schreibtisch noch einen Aschenbecher gestellt,Kaffee hingestellt und dann verging unsere reservierte Zeit.
Ich habe dies alles in Tagebuchaufzeichnungen notiert und beschrieben.
Für diese Dienste von Köln zu unserem Zu Hause bekam er noch ein Fahrgeld von 35 Euro,Kilometergeld.
Schon früh zeichnete sich daher ab,es ging ständig um seine Bedürfnisse,und das wurde in all den Monaten immer schlimmer.
Als wir von unserem ersten gemeinsamen Urlaub mit ihm aus Holland zurück kamen,wurde die Situation schon grenzwertig,denn ich hatte ihm mitgeteilt,das meine Schwester Kathrin ja andere Gefühle entwickelt hat,als therapeutische Gefühle.
Heute weiss ich,das war unser TOD,zumindest waren alle Anzeichen dar.
Er benahm sich oft wie ein Kind,dann wieder wütend,es war ein einzigstes Gefühlschaos.
Als wir mal gemeinsam in zur ev.Kirche brachten sagte er mir im Auto,Mensch,wenn mir das früher solch eine Frau wie Du gesagt hätte,wäre ich schreiend weit weg gelaufen.
Als wir in einem gemeinsamen Urlaub auf Mallorca waren,haben wir ihm eine Massage geschenkt,wir mußten die Massage begleiten,weil er sich schämte.
Er stellte uns bei der Masseurin als seine Frau vor,und wir mußten dort brav warten,obwohl wir sagten,Mensch,das kannste doch alleine schaffen,nein ,nein sagte er,bitte komme mit.

Wellnessbereich Haus Otterndorf privat Pic.
weitere Fotos liegen der Staatsanwaltschaft vor.
Im Wellnesshaus in Otterndorf erlbten wir,wie er nackt ins Schwimmbad sprang,auf der Kinderrutsche heruntersprang und eine heiden Freude hatte.
Wir anderen waren beschämt und hatten damit zu tun,das unsere Innenkinder nicht herauskamen und das gleiche tuen.
Denn wie gesagt,wir passen vom Körpergewicht nicht auf eine Kinderrutsche,diese wäre wohl samt mit uns zerbrochen.Das mag sich vielleicht lustig hier lesen,aber es ist einfach nur beschämend.
Es machte uns Freude für ihn zu kochen,ihn zu verwöhnen,und alles zu tuen,das es ihm gut ging,wie sehr er immer weiter die Situationen ausnutzte spürten wir zwar,kamen aber aus Angst nicht heraus.
Heute empfinde ich all diese Situationen als pervers,mit den Kindern kuscheln,ihnen Fläschchen geben,anschließend sich befriedigen lassen,und alle Einkaufswünsche erfüllen,nur das es ihm gut ging.
Manche von uns waren von 24 Stunden mindestens 10 Stunden damit beschäftigt,was kann man alles noch gutes für den Betreuer tuen.
Bei all seinen Urlauben gingen wir mit ihm in Geschäfte und kauften für seine Tochter ein,dann brauchte sie dies,dann das und er brauchte beständig etwas.
Er ging zum Frisör,wir saßen brav dabei und schauten zu ,wie er sich im Spiegel aalte.
Wie viel Zeit wir nur für ihn verbrachten in unserer Zeit,ist heute noch unaussprechlich.
Aber immer öfter spürte unsere Host,wie sie eine diskrete Art,ehrliche Art eines Therapeuten vermisse.Ehrlich miteinander umzugehen das war ihm fremd.Natürlicher Kontakt,Verbundenheit,wachsendes Vertrauen,das war mit ihm nicht möglich,was wir sehr spät merkten,viel zu spät.
Daher waren wir bequem und einfach,lieb und brav...........
Was Du zusammendrücken willst,das mußt Du erst richtig ausdehnen lassen.
Was Du schwächen willst,das mußt Du erst richtig stark werden lassen.
Was Du vernichten willst,das mußt du erst richtig aufblühen lassen.
Wenn Du nehmen willst,dann mußt Du erst richtig geben.
Das heißt Klarheit über das Unsichtbare.
Lao-Tse

Und manche von uns konnten sich noch nicht alle an die Vergangenheit erinnern,dann ist man dazu verdammt,sie zu wiederholen,das war der reine Mißbrauch in der Realität,nur das wir nun bei einem Dipl.Psychologen gelandet waren,der dazu noch unser Betreuer war.
Christina
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Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Antoine De Saint-Exupéry |
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Kathrin gestorben am Missbrauch am 16.5.2008
Trennung ist unser Los, Wiedersehen unsere Hoffnung
Du bist nicht mehr dort, wo Du warst, aber Du bist überall, wo wir sind
Der Tod eines geliebten Menschen ist die Weihe für eine höhere Welt.
Man muss auf Erden etwas verlieren, damit man in jenen Sphären etwas zu suchen hat
Man muss verloren haben, um finden zu können
Viel zu früh bist Du gegangen
Geliebt, geehrt und unvergessen
In Liebe
In Liebe und Dankbarkeit
In ewiger Liebe
· In ewiger Freundschaft
· In inniger Verbundenheit
· In Dankbarkeit
· Hab' Dank für Deine Liebe
· Unsere Liebe wird Dich für immer begleiten
· In liebevollem Gedenken
· In liebem Gedenken
· In lieber Erinnerung
· In dankbarem Gedenken
· In Dankbarkeit und Verehrung
· In tiefer Trauer
· In stillem Gedenken
· In stiller Trauer
· In stiller Anteilnahme
· In Erinnerung
· In unseren Gedanken lebst Du weiter
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